Fachlich exzellent. Aber versteht die KI auch, wofür Ihre Kanzlei steht?

Eine Wirtschaftskanzlei verfügt über ausgewiesene Spezialisten, langjährige Erfahrung und ein breites Beratungsspektrum. Trotzdem bleibt ihre besondere Kompetenz auf der Website manchmal erstaunlich schwer erkennbar.

Viele Rechtsgebiete, zahlreiche Partnerprofile, mehrere Standorte – aber wenig Klarheit darüber, wer für welche Fragen der richtige Ansprechpartner ist.

Für Mandanten ist das ein Problem. Für die Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-gestützten Informationssystemen ebenfalls.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Wird Ihre Kanzlei gefunden? Sondern auch: Wird ihre Expertise richtig verstanden?

KI-SICHTBARKEIT BEGINNT NICHT BEI DER KI.

Ob ChatGPT, Gemini oder Google AI Overviews: KI-gestützte Suchsysteme können Informationen aus unterschiedlichen Quellen berücksichtigen, miteinander verknüpfen und daraus Antworten auf komplexe Fragen formulieren. Wie das im Einzelnen geschieht, unterscheidet sich je nach Anbieter und Suchfunktion.

Für die Google-Suche gilt dabei ein wichtiger Grundsatz: Die technischen und inhaltlichen Grundlagen einer guten Suchmaschinenoptimierung bleiben relevant. Google weist ausdrücklich darauf hin, dass keine besonderen GEO-Dateien oder speziellen strukturierten Daten erforderlich sind, um für seine KI-Suchfunktionen berücksichtigt zu werden.

Für Kanzleien bedeutet das: Eine überzeugende KI-Strategie beginnt nicht mit einem technischen Trick. Sondern mit einer Website, deren Inhalte fachlich präzise, zugänglich und sinnvoll strukturiert sind.

RECHTSGEBIETE SIND KEIN ORGANIGRAMM.

Bei größeren Kanzleien wird die Herausforderung besonders deutlich.

Eine Kanzlei berät im Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht und gewerblichen Rechtsschutz. Sie besitzt mehrere Standorte und unterschiedliche internationale Teams. Fachgebiete werden an verschiedenen Standorten angeboten, aber nicht zwangsläufig von denselben Berufsträgern betreut.

Eine einfache Liste der Leistungen bildet diese Zusammenhänge kaum ab.

Besser ist eine Informationsarchitektur, die relevante Beziehungen sichtbar macht: Welche Kompetenz ist an welchem Standort vorhanden? Wer verantwortet ein bestimmtes Beratungsfeld? Welche Berufsträger veröffentlichen zu welchen Themen? Und welche Ansprechpartner sind für internationale Mandanten zuständig?

Eine durchdachte Website beantwortet diese Fragen nicht nur über einzelne Texte, sondern auch über die Verbindung von Fachgebietsseiten, Personenprofilen, Standortinformationen und Publikationen.

So entsteht ein nachvollziehbares Gesamtbild der Kanzlei.

FACHLICHE TIEFE MUSS KONKRET WERDEN.

Die Aussage, eine Kanzlei sei kompetent, erfahren und international tätig, unterscheidet sie kaum von anderen Anbietern.

Überzeugender ist, wenn sich diese Eigenschaften an nachvollziehbaren Informationen erkennen lassen.

Dazu können spezialisierte Fachbeiträge, veröffentlichte Vorträge, erläuterte Beratungsansätze, konkrete Branchenkenntnisse oder geeignete Referenzen gehören. Entscheidend ist, dass die Inhalte Substanz besitzen, fachlich korrekt sind und einer verantwortlichen Person beziehungsweise der Kanzlei eindeutig zugeordnet werden können.

Statt ein Rechtsgebiet ausschließlich allgemein zu beschreiben, kann eine Kanzlei typische Fragestellungen ihrer Zielmandanten aufgreifen und einordnen.

Beispielsweise die juristischen Herausforderungen einer grenzüberschreitenden Unternehmensübernahme, die besonderen Anforderungen an eine Restrukturierung oder die Schnittstellen zwischen Arbeitsrecht und Unternehmensorganisation.

Solche Inhalte machen fachliche Kompetenz nachvollziehbarer. Sie können zugleich zusätzliche Anknüpfungspunkte für die organische Suche und für KI-gestützte Recherchen schaffen.

Eine Nennung in KI-Antworten ist dadurch allerdings nicht garantiert.

INTERNATIONALE KANZLEIEN BRAUCHEN MEHR ALS ÜBERSETZUNGEN.

Besonders komplex wird das Thema bei Kanzleien mit mehreren Sprachversionen, internationalen Standorten und unterschiedlichen Zuständigkeiten.

Eine deutsche Website kann für ein bestimmtes Rechtsgebiet einen Ansprechpartner in München nennen. Auf der englischsprachigen oder französischen Version ist möglicherweise ein anderer Partner zuständig. Vielleicht werden beide vorgestellt, vielleicht unterscheiden sich die Beratungsleistungen je nach Markt.

Hier reicht es nicht, sämtliche Inhalte automatisch zu übersetzen.

Die zugrunde liegende Informationsstruktur muss diese Unterschiede berücksichtigen. Personen, Leistungen und Standorte sollten sinnvoll miteinander verbunden und redaktionell zuverlässig gepflegt werden können.

Aus unserer Arbeit an internationalen Kanzlei-Websites wissen wir, dass solche Entscheidungen bereits bei der Konzeption und der Auswahl des Content-Management-Systems wichtig werden.

Es geht um weit mehr als Mehrsprachigkeit. Es geht darum, eine komplexe Kanzleiorganisation digital verständlich abzubilden.

STRUKTURIERTE DATEN HELFEN. SIE ERSETZEN KEINE INHALTE.

Schema.org-Markup kann Suchmaschinen zusätzliche Informationen über ein Unternehmen, einen Artikel oder eine Person bereitstellen.

Für Kanzlei-Websites können beispielsweise korrekt eingesetzte Organisations-, Personen- und Artikeldaten sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass diese Angaben mit den tatsächlich sichtbaren Informationen übereinstimmen.

Strukturierte Daten allein machen jedoch aus einer allgemein gehaltenen Leistungsseite keinen überzeugenden Fachbeitrag. Ebenso wenig garantieren sie eine Nennung in ChatGPT oder Google AI Overviews.

Technische Qualität und redaktionelle Substanz müssen zusammenwirken.

Dazu gehören indexierbare Seiten, verständliche Überschriften, nachvollziehbare interne Verlinkungen und fundierte Inhalte ebenso wie die Pflege bestehender Profile und Veröffentlichungen.

SICHTBARKEIT IST GUT. RELEVANZ IST BESSER.

Eine Kanzlei, die vor allem komplexe Unternehmensmandate betreut, muss nicht bei möglichst vielen allgemeinen Rechtsfragen erscheinen.

Interessanter ist, ob ihre besondere Kompetenz bei den fachlichen Fragestellungen sichtbar wird, für die sie tatsächlich beauftragt werden möchte.

Deshalb betrachten wir SEO und GEO für Kanzleien nicht isoliert von der Markenstrategie. Zuerst muss klar sein, wofür die Kanzlei steht, wen sie erreichen will und was ihre Leistungen unterscheidet.

Darauf bauen Website-Struktur, Inhalte und technische Optimierung auf.

Denn eine gute Kanzlei-Website soll nicht nur vermitteln, dass eine Kanzlei viel kann. Sie soll verständlich machen, was sie besonders gut kann.

NOCH IM RENNEN?

Mariam Purtseladze
Projektmanagerin

Ob’s passt, klären wir im Gespräch. vierzehn02 entwickelt Corporate Websites von Positionierung und Konzeption über UX/UI-Design bis zur technischen Umsetzung.
Und ja: Wir stellen am Anfang ziemlich viele Fragen.

Porträt von Mariam Purtseladze, Projektmanagement – freundlich lächelnd vor neutralem Hintergrund.

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