DAS BUSINESS-DESIGN ALS OFT UNTERSCHÄTZTE GRÖSSE?

Ob kleiner Handwerksbetrieb oder Weltkonzern – auf ein zeitgemäßes Marketing in vielen Facetten kann kein Unternehmen verzichten. Das Thema Design, ob Web- oder Printdesign, kommt schnell zur Sprache. Professionelle Agenturen argumentieren, dass Bildmarken und eine klare Linie einen wesentlichen Beitrag zum Firmenerfolg leistet.

Allerdings wird oft angenommen, dass der Aspekt Design eher sekundär zum Produkt- und Firmenerfolg beiträgt. Faktoren wie Qualität und Preis werden als wichtiger angesehen, um Kundeninteresse zu gewinnen und letztlich zum Kauf oder zur Buchung zu führen. Was oft übersehen wird: Ohne eine erste Aufmerksamkeit oder gute „Sichtbarkeit“ des eigenen Unternehmens kommt es gar nicht erst zur Wahrnehmung von Qualitäts- oder Preisvorteilen.

Natürlich ist es schwierig in Zahlen zu fassen, zu welchem Anteil eine moderne Bildsprache oder eine klare Markenkommunikation zum Erfolg beiträgt. Dennoch hat sich McKinsey schon vor einiger Zeit hiermit befasst und 300 Unternehmen diverser Branchen über fünf Jahre hinweg begleitet. Die Auswertung der weltweit bekannten Beratungsagentur zeigt: Erfolge durch ein professionelles Business-Design und Branding sind messbar.

WENN AUS ANNAHMEN FAKTEN WERDEN

War es bislang eher eine Annahme, dass gutes Design zum Firmenerfolg beiträgt, liefert die Auswertung von McKinsey konkrete Zahlen und Fakten. Über die fünf Jahre hinweg wurden mehr als 100.000 Designaktivitäten der 300 beteiligten Unternehmen verfolgt. Parallel hierzu wurden über zwei Millionen Finanzaktivitäten erfasst, wie Zahlungen, Rechnungen und Bilanzen.

Der sogenannte Design-Best-Practice wurde zur Bemessung professioneller Design-Aktivitäten wurde mit der finanziellen Performance der Firmen in Zusammenhang gesetzt.
Mit aussagekräftigen Zahlen:

  • Firmen, die das „Best Practice“- Niveau beim Design erreichen, können ihren jährlichen Umsätze fast doppelt so stark wie andere Firmen steigern.
  • Diese Firmen konnten über den Studien-Zeitraum von fünf Jahren ein Umsatzwachstum verzeichnen, das knapp mehr als ein Drittel im Vergleich zur Konkurrenz betrug.
  • Im Falle von Aktiengesellschaften profitierten auch die Aktionäre von einem Best Practice im Design, laut Studie um bis zu 56 Prozent verglichen mit anderen Unternehmen.

Dem ist im Grunde nichts hinzuzufügen.

Nachtansicht des Büros

WERT DES BUSINESS-DESIGNS IN MANCHEN BRANCHEN ÜBERRASCHEND

Beim Thema Design wird schnell an künstlerische und kreative Ideen gedacht, die zu Lifestyle-Produkten befassen. Wenn es um die finanzielle Performance geht, zeigt die Auswertung von McKinsey vor allem eine Wirkung in Branchen, bei denen man nicht sofort von einem hohen „Design-Bewusstsein“ von Kunden im B2B- oder B2C-Geschäft ausgeht.

Ein absolutes Erfolgsbeispiel stellt die Branche medizinischer Technologien dar, ähnliches gilt für den Nahrungsmittelsektor. Auf den zweiten Blick ergeben die Erfolge in diesen Segmenten jedoch besonders Sinn. Hier fällt es Kunden oft schwer, den konkreten Mehrwert einer bestimmten Marke oder eines bestimmten Produkts zu erkennen. Hier hilft das Design, Werte und Inhalte schneller zu vermitteln, während in anderen Branchen die Erzeugnisse und Services mit ihren Alleinstellungsmerkmalen oft schon für sich selbst sprechen.

Designer betrachtet die Farbpalette

DEN WERT DES DESIGNS RICHTIG ERMITTELN

Im Rahmen seiner Studienergebnisse stellte McKinsey vier Ansatzpunkte vor, wie Firmen ihr Business-Design neu denken können. Hierbei geht es nicht um konkrete Design-Tipps, sondern um Ideen und Philosophien, mit denen sich der Wert von Business-Design besser erfassen lassen soll. Die vier Ansatzpunkte sind:

1. Design sollte analytisch angegangen werden. Auch wenn oft von geweckten Emotionen beim Betrachten visueller Kommunikationsmittel gesprochen wird, geht es bei der Planung des Business-Designs um maximale Sachlichkeit. Firmen sollten hier den gleichen Ansatz wie im Rechnungswesen oder dem Management wählen.

2. Design sollte nicht als Gestaltung eines einzelnen Produktes oder der Firmenwebseite verstanden werden. Im Fokus sollte der Kunde mit seinen Bedürfnissen in Nutzerfreundlichkeit und den Erwartungen an die eigene Marke stehen. Hierauf ist ein Business-Design als Leitlinie aufzubauen, auf das in jeder Instanz zurückgegriffen werden kann.

3. Design ist ein fortlaufender Prozess. Es geht nicht darum, einmalig das perfekte Business-Design zu finden, sondern stetig offen für Trends und die Entwicklungen der Zielgruppe zu bleiben. Dies heißt nicht, dass das Rad immer wieder neu erfunden werden muss, allerdings muss eine Bereitschaft zur stetigen Veränderung gegeben sein.

4. Design soll mühelos die Grenzen zwischen verschiedenen Medien einreißen können. Digitales und physisches Design sowie Service-Design sind keine separaten Disziplinen, sondern sollten der oben angesprochenen, einheitlichen Leitlinie folgen. Dies bedeutet auch, offen für neue Medienkanäle und Nutzer-Trends zu bleiben.

Menschen im Meeting

UNSER FAZIT ZUR STUDIE

Aus alltäglicher Erfahrung weiß auch die Agentur vierzehn02, wie sich professionelles Design positiv auf Marken, Produkte und die Zufriedenheit von Kunden auswirkt. Viele unserer Projekte verzeichnen einen großen Erfolg, da Firmen den Wert eines besonderen Designs verstanden haben und offen für Veränderungen sind. Auch Ihnen ebnen wir gerne den Weg zu einem nachhaltigen Business-Design.

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Mariam Purtseladze
Projektmanagerin

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